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Mentale Gesundheit

Mentale Gesundheit

Belastungen ernst nehmen und passende Unterstützung finden.

Mentale Gesundheit

Was eine Transplantation mit Gedanken, Beziehungen und Alltag machen kann

Die seelische Belastung beginnt oft lange vor einer Operation. Sie kann auch danach bleiben. Das betrifft wartende Menschen, transplantierte Menschen, Spendende und Angehörige.

Schon eine Entscheidung kann schwer sein

Wer über Organspende nachdenkt, denkt über den eigenen Tod nach. Manche Menschen spüren Vertrauen. Andere haben Angst oder Zweifel. Manche möchten sich erst informieren.

Keines dieser Gefühle entscheidet darüber, was richtig ist. Ein Ja ist möglich. Ein Nein auch. Wichtig ist eine eigene Entscheidung ohne Druck.

In Ruhe über die eigene Entscheidung nachdenken →

Zu krank für den alten Alltag. Noch zu gesund für die Liste.

Manche Menschen werden untersucht, aber noch nicht auf die Warteliste aufgenommen. Ein besserer Wert kann medizinisch beruhigen. Gleichzeitig kann er die erhoffte Transplantation weiter entfernen.

Solche widersprüchlichen Gedanken sind keine Undankbarkeit. Sie zeigen, wie belastend das Dazwischen sein kann.

Ulrikes Geschichte über genau dieses Dazwischen lesen →

Warten ist keine Pause

Termine, Untersuchungen und Veränderungen des Wartelistenstatus können den Alltag bestimmen. Das Telefon soll erreichbar bleiben. Der nächste Anruf könnte wichtig sein.

Hoffnung und Angst können gleichzeitig da sein. Niemand kann den persönlichen Zeitpunkt einer Transplantation versprechen.

Der Anruf löst nicht nur Freude aus

Manche Menschen empfinden Erleichterung. Andere reagieren mit Panik, Leere oder Zweifel. Auch das kann nebeneinander bestehen.

Der Anruf bedeutet Hoffnung. Er bedeutet aber auch eine große Operation mit realen Risiken.

Nach der Transplantation ist nicht einfach alles gut

Viele Menschen gewinnen Lebenszeit und Lebensqualität. Trotzdem können Angst, Schuldgefühle oder Erschöpfung bleiben. Manche denken häufig an den spendenden Menschen.

Abstoßungen, Infektionen und Nebenwirkungen können zusätzlich belasten. Medikamente unterdrücken das Immunsystem. Dadurch steigt auch das Risiko für bestimmte Infektionen und einige Krebsarten. Das persönliche Risiko ist unterschiedlich.

Die seelische Belastung nach der Transplantation verstehen →

Angehörige warten mit

Wer einen Menschen vor oder nach einer Transplantation begleitet, wartet und hofft mit. Die Sorge kann auch nach der Operation bleiben.

Auch ihre Belastung verdient Aufmerksamkeit. Sie müssen nicht immer die Starken sein.

Einen Menschen begleiten, der ein Organ braucht →

Wenn es um eine mögliche Organspende eines nahen Menschen geht

Hier geht es um eine andere Situation: den drohenden oder bereits eingetretenen Verlust eines Menschen und die Frage nach seinem Willen. Dafür gibt es einen eigenen Weg.

Orientierung für Angehörige möglicher Organspender →

Eine Lebendspende betrifft zwei Menschen

Spendende dürfen Angst haben. Sie dürfen zweifeln. Sie dürfen ihre Entscheidung zurücknehmen. Freiwilligkeit braucht Raum und Schutz.

Auch nach der Spende können Sorge, Enttäuschung oder Schuld entstehen. Das gilt besonders, wenn der Verlauf anders ist als erhofft.

Lebendspende, Freiwilligkeit und Nachsorge →

Hilfe ist kein Zeichen von Schwäche

Transplantationszentren sind auch für psychologische Betreuung vor und nach einer Transplantation zuständig. Früh nach Unterstützung zu fragen, kann entlasten.

Bei akuter Gefahr gilt der Notruf 112. Die TelefonSeelsorge ist unter 0800 1110111, 0800 1110222 oder 116 123 kostenfrei und rund um die Uhr erreichbar. Für Menschen unter 25 Jahren bietet krisenchat.de rund um die Uhr kostenfreie Beratung per WhatsApp oder SMS.

Meine persönliche Perspektive

Meine Entscheidung ist auch eine Frage des Wann.

Ich bin noch nicht auf der Warteliste. Deshalb behaupte ich nicht, zu wissen, wie sich dieses Warten anfühlt. Aber ich kenne viele Menschen vor und nach einer Transplantation.

Meine persönliche Abwägung lesen →