ORGANSPENDEN.ORG · ORIENTIERUNG

Was die Transplantation mit der Seele macht

Warten und Leben danach

Medizinische Orientierung mit Blick auf Alltag und Ungewissheit.

Leben nach der Transplantation

Gerettet sein kann sich trotzdem schwer anfühlen

Freude und Dankbarkeit sind möglich. Angst, Schuld, Trauer oder Überforderung ebenso.

Der Körper erinnert sich

Intensivstation, Kontrollverlust und lebensbedrohliche Krankheit können nachwirken. Manche Menschen erleben Schlafprobleme, Grübeln oder starke Alarmbereitschaft.

Die Angst vor dem Verlust

Jeder Kontrolltermin kann Sorgen auslösen. Kleine körperliche Veränderungen bekommen plötzlich großes Gewicht. Das ist verständlich und kann sehr belastend werden.

Hilfe ist Teil der Nachsorge

Psychologische oder psychotherapeutische Unterstützung, Sozialdienst und Selbsthilfe können entlasten. Man muss nicht erst zusammenbrechen, um Hilfe anzunehmen.

Wenn es akut wird

Bei akuter Gefahr oder Gedanken, sich selbst etwas anzutun, sofort den Notruf 112 kontaktieren.

Die TelefonSeelsorge ist unter 0800 1110111, 0800 1110222 oder 116 123 kostenfrei und rund um die Uhr erreichbar.

Dankbarkeit ist keine Pflicht

Ein neues Organ kann große Dankbarkeit auslösen. Es kann aber auch Druck erzeugen. Niemand muss jeden Tag glücklich sein, um das geschenkte Organ zu achten.

Medizinische Sorgen wirken seelisch weiter

Abstoßungen, Infektionen und Nebenwirkungen können Angst verstärken. Medikamente unterdrücken das Immunsystem. Dadurch steigt das Risiko für bestimmte Infektionen und einige Krebsarten. Das persönliche Risiko ist unterschiedlich.

Kontrollen sind wichtig. Dauernde Angst muss trotzdem nicht allein ausgehalten werden.

Die ganze mentale Reise

Seelische Belastung kann schon vor der Warteliste beginnen. Sie betrifft auch Angehörige und Lebendspendende.

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