Was passiert eigentlich?
Der Körper wirkt warm. Trotzdem ist der Mensch gestorben.
Diese Situation ist schwer zu begreifen. Medizinisch geht es um den vollständigen und unumkehrbaren Ausfall aller Hirnfunktionen.
Zuerst zählt das Leben
Ärztinnen und Ärzte behandeln mit dem Ziel, das Leben zu retten. Organspende wird erst dann ein Thema, wenn diese Behandlung nicht mehr helfen kann.
Was festgestellt wird
Alle Funktionen von Großhirn, Kleinhirn und Hirnstamm sind endgültig ausgefallen. Der Fachbegriff lautet irreversibler Hirnfunktionsausfall. Ohne künstliche Beatmung würden Kreislauf und Organe nicht weiter funktionieren.
Wer die Diagnose stellt
Zwei besonders qualifizierte Ärztinnen oder Ärzte prüfen unabhängig voneinander nach einer verbindlichen Richtlinie. Sie dürfen weder an der Entnahme noch an der Transplantation beteiligt sein.
Warum der Körper noch Zeichen zeigt
Beatmung versorgt den Körper weiter mit Sauerstoff. Dadurch kann das Herz noch schlagen und die Haut warm sein. Diese technische Unterstützung macht den Ausfall der Hirnfunktionen nicht rückgängig.
Klar getrennt
Die Diagnose des Todes und die Entscheidung über eine Organspende sind getrennte Schritte.
Quellen und Stand
- Deutsche Stiftung Organtransplantation: Ablauf einer Organspende
- Bundesärztekammer: Richtlinie zur Feststellung des irreversiblen Hirnfunktionsausfalls
- Eurotransplant: Organvermittlung
Geprüft am 25. September 2026.