SABRINA · 43 · LEBENSPARTNERIN · ANGEHÖRIGENPERSPEKTIVE
Eine mögliche Transplantation betrifft nicht nur mich. Sabrina durchlebt sie als meine Partnerin seelisch mit. Nicht im eigenen Körper, aber in derselben Zeit, mit derselben Unsicherheit und mit eigenen Ängsten.
Sie hofft mit mir auf mehr Lebensqualität. Gleichzeitig muss sie die Vorstellung aushalten, mich auf diesem Weg verlieren zu können. Ihre Gedanken stehen hier in ihren eigenen Worten.
Denn die Gefahr zu wissen, ihn durch die Aussicht eines Unbeschwerteren Lebens, zu verlieren war belastender, als die Einschränkungen des Alltags.
Sabrina
Mein Gefühl zur Organspende....
Mein Lieblingsmensch hat mich gebeten meine Gedanken und mein Gefühl zur Organspende nieder zu schreiben.
An dieser Stelle einmal, ich finde wenn man helfen kann, sollte man dieses immer tun!!
Ich an dieser Stelle, bin trotzdem sehr emotional. Ich habe mit meinen jetzt 43 Jahren, meinen Herz Menschen gefunden. Ihn aufgebaut, GEHEGT UND GEPFLEGT weil er mir inzwischen, neben meinen Kindern das wertvollste ist, was ich besitze. Dies führt dazu, dass ich den Gedanken ihn zu verlieren, nicht ertragen kann.
Keine Minute möchte ich ihn mehr in meinem Leben missen, was dieses Thema sehr schwer macht.
Vor einigen Monaten war es im Gespräch, dass er sich in der Transplantations Medizin vorstellen sollte. Die Aussicht auf auf ein Leben mit Urlaub via Flugzeug, große Runden laufen oder wandern, Stunden spazieren ohne Konsequenz, war sehr verlockend und ein Antrieb. Doch jeh näher der Termin zur Vorstellung rückte und die Informationen zu den evtl. Folgen sich häuften, wollte ich ihn nur noch fit bekommen.
Denn die Gefahr zu wissen, ihn durch die Aussicht eines Unbeschwerteren Lebens, zu verlieren war belastender, als die Einschränkungen des Alltags.
Ich bin für Spende, doch immer durchdacht und mit dem Blick auf die Risiken beider Seiten.
Das Leben ist kostbar und wir haben nur das Eine! Daher mein Rat, nutzt die Chancen, sobald sie notwendig sind. Achtet auf euch, für euer Leben und im Hinblick auf die Leben die ihr retten könntet.
Persönliche Erfahrung: Sabrina beschreibt ihre eigene Sicht als meine Lebenspartnerin. Sie begleitet einen Menschen, für den eine Lungentransplantation einmal notwendig werden könnte. Andere Angehörige können dieselbe Situation anders erleben.
