Für Angehörige
Abschied braucht Raum. Auch wenn eine Spende möglich ist.
Angehörige dürfen den verstorbenen Menschen sehen und Abschied nehmen. Der Ablauf kann anders sein als bei einem Tod ohne Organspende.
Vor der Organentnahme
Bitte das Behandlungsteam, dir Zeitpunkte und Möglichkeiten konkret zu erklären. Berührung, Worte, Musik oder religiöse Rituale können besprochen werden, soweit die medizinische Situation es zulässt.
Nach der Organentnahme
Der Körper wird sorgfältig verschlossen und würdevoll übergeben. Abschied, Aufbahrung und Bestattung bleiben möglich.
Wenn der Ablauf belastet
Manche Menschen erleben die zusätzliche Zeit, die Geräte oder den fehlenden gewohnten Abschied als traumatisch. Das sollte nicht kleingeredet werden. Bitte früh um psychosoziale oder seelsorgliche Begleitung.
Was dir zusteht
Ein Ja zur Organspende hebt das Recht der Angehörigen auf Information, Würde und Abschied nicht auf.
Du darfst konkret fragen
Bitte das Behandlungsteam, dir einen erreichbaren Ansprechpartner zu nennen. Du kannst nach psychosozialer Begleitung, Krankenhausseelsorge oder einem Gespräch mit der DSO-Koordination fragen. Das gilt unabhängig von Religion oder Weltanschauung.
Wenn Bilder oder Gedanken später nicht zur Ruhe kommen, findest du auf der Seite Mentale Gesundheit weitere Hilfen und Krisenkontakte.
Quellen und Stand
- Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit: Der Körper nach der Organspende
- Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit: Angehörige
- Deutsche Stiftung Organtransplantation: Angehörigenbegleitung
Geprüft am 25. September 2026.